100 Tools, werbefrei und ohne Anmeldung — meine 6-Monats-Side-Quest

Ich hab in 6 Monaten 100 Online-Tools gebaut. Werbefrei, ohne Pop-ups, ohne Anmeldung — sharpdev.tools.

Glühende Toolbox mit 7 Tool-Kategorien — sharpdev.tools 100 Tools Launch, gratis und werbefrei
Ich hab in 6 Monaten 100 Online-Tools gebaut.

Ich hab da was gebaut. Letzte sechs Monate, abends, am Wochenende, zwischen Dreh-Tagen. Hundert Online-Tools auf einer Domain. Alle gratis. Alle werbefrei. Alle ohne diese Newsletter-Pop-ups die dir nach vier Sekunden ins Gesicht springen. Keine Anmeldung. Keine Cookies. Hosted in der EU, DSGVO-konform.

Das Ding heißt sharpdev.tools. Und heute ist der Tag wo ich's offiziell launche.

Warum überhaupt 100 Tools

Hier kommt's: Ich hab nicht gesagt "ich bau 100 Tools". Ich hab gesagt "ich brauch grad ein Tool, und alle die ich grad finde, sind ein Werbe-Sandwich mit Pop-up-Hölle. Ich bau's mir selber". Und dann nochmal. Und nochmal. Bis ich nach drei Monaten gemerkt hab, dass ich schon 47 Stück hatte und vielleicht das System mal sauber strukturieren sollte.

Jeder Tool-Use-Case kam aus meinem eigenen Tagesablauf:

  • YouTube Thumbnail Downloader, weil ich für Konkurrenz-Recherche auf VideoWien ständig Thumbnails ziehen muss
  • YouTube Subtitle Downloader, weil ich Untertitel für Repurposing in Blog-Artikel und Skool-Lessons brauch
  • Hashtag Generator, weil ChatGPT zu langsam ist für eine 30-Sekunden-Frage
  • Color Palette Extractor, weil ich aus jedem Brand-Foto die Farben extrahieren wollte
  • WCAG Contrast Checker, weil ich Texte auf Skool-Lesson-Cards checke ob sie lesbar sind
  • CSS Glassmorphism Generator, weil iOS-Style-Cards in 2026 wieder cool werden

Du verstehst das Muster: ein einfaches Problem, das ich entweder mit einem schwerfälligen SaaS-Tool ($9/mo) lösen kann, oder mir in einer Stunde selber baue. Ich hab mich konsequent für Option B entschieden.

Was alles drin ist

Sieben Kategorien, hundert Tools insgesamt:

  • Text (23): Word Counter, Markdown Editor, Lorem Ipsum, JSON Formatter
  • Social Media (11): YouTube-Toolbox, Instagram Counter, Hashtag Generator, OG Card Generator
  • Images & Media (4): Image Compressor, EXIF Viewer, Image-to-Base64
  • Design & CSS (12): Color Palette, Gradient, Box Shadow, Glassmorphism, Border Radius
  • Calculators (21): BMI, Mortgage, Tip, Mietzins, Brutto-Netto
  • Generators (9): QR Code, Password, Favicon, UUID
  • Developers (20): JSON Lint, Regex Tester, Base64, JWT Decoder

Die Social Media-Kategorie ist das, was ich am meisten selber brauch, und vermutlich der Bereich der für die meisten ContentWerk-Leser:innen direkt nützlich ist. Allein das YouTube-Trio (Thumbnail, Subtitle, Tags) ersetzt drei kostenpflichtige Online-Services.

Was du nicht erlebst auf sharpdev.tools

Lass mich kurz auflisten, was es explizit nicht gibt, weil das genau die Sachen sind, mit denen jede andere Tools-Site dich nervt:

  • Keine Werbung. Null. Keine Banner, keine "subtilen" gesponserten Tools-Empfehlungen, keine eingebetteten Affiliate-Links. Wenn ich was empfehle, ist es weil ich's selber nutze, nicht weil jemand zahlt.
  • Keine Newsletter-Pop-ups. Du nutzt das Tool und nichts springt dir ins Gesicht. Ich versuch nicht, deine Email zu kriegen. Wenn du ContentWerk-Content willst, kommst du eh dahin.
  • Keine Anmeldung. Reingehen, Tool nutzen, fertig. Kein "Jetzt registrieren um zu speichern". Du sollst arbeiten, nicht meine Members-Liste füllen.
  • Kein Cookie-Banner. Weil keine Cookies. Weil kein Tracking. Weil ich's nicht brauch um zu wissen, dass meine Tools benutzt werden.
  • Keine Premium-Tier. Es gibt keine "Pro-Features die nur 9 €/mo kosten". Alles, was du siehst, ist alles. Forever free.

Wer das schon mal in Aktion erlebt hat, weiß: das ist ein anderes Internet als das, was die meisten SaaS-Tool-Anbieter dir verkaufen. Ich find's wertvoll, dass die Sache existiert. Wenn dir das auch so geht, freut's mich.

Wie ich das gebaut hab (für die Tech-Interessierten)

Ein Satz Tech-Stack: Vanilla HTML/CSS/JavaScript auf Cloudflare Pages mit fünf Pages-Functions für die paar API-Calls die's braucht.

Kein React. Kein Next.js. Kein Build-Step. Kein npm install. Wenn ich was ändere, push ich auf GitHub und 60 Sekunden später ist es live. Das ist das Indie-Hacker-Setup das auch in zehn Jahren noch laufen wird, wenn jeder andere die fünfte JavaScript-Framework-Migration durchhat.

Cloudflare Pages ist gratis. Das Resend-Email-Service für die zwei Kontaktformulare (Bug-Report + Tool-Request) ist gratis bis 100 Mails am Tag. Domain bei GoDaddy ein paar Euro im Jahr. Total Operating Cost: unter 20 Euro im Monat, hauptsächlich Domain.

Alles open-source auf github.com/videowien/sharpdev. Wer's klonen, nachbauen oder die Architektur als Template für eigene Tool-Suite nutzen will, bedient sich. MIT-License. Kein Strings attached.

Was ich gelernt hab beim Bauen

Drei Sachen, falls du selber überlegst, sowas zu bauen:

  • Vanilla JS reicht für 95% aller Tool-Use-Cases. Wenn dein "Tool" keine komplexe State-Management hat (Login, Live-Sync, Multi-User), dann ist React-Setup pure Zeitverschwendung. Form-Inputs, ein bisschen Logik, fertig.
  • Cloudflare Pages Functions sind underrated. Five-Line-Serverless-Endpoints, in 30 Sekunden deployed, gratis. Ich nutz sie für CORS-Proxy, YouTube-API-Calls und Form-Submits. Wer immer noch glaubt, man braucht Express + Heroku + Stripe für sowas, schaut bitte mal hin.
  • Self-hosted Vendor-Avoidance ist 2026 wieder relevant. Ich hab im Frühjahr meinen Blog von Ghost Pro auf eigenes Hetzner migriert (siehe separater Artikel). Sharpdev.tools auf Cloudflare ist die Tools-Version derselben Philosophie: Plattform-Stack maximal portabel halten. Bei jeder größeren Plattform irgendwann die Frage "funktioniert das in zwei Jahren noch genau so?", bei meinem Stack ist die Antwort ja.

Was sharpdev.tools nicht ist

Ich will nicht den Eindruck erwecken, ich versuch hier was zu launchen, was es nicht ist. Drei Klarstellungen:

  • Es ist keine Konkurrenz zu großen Tools-Suites. Wenn du jeden Tag mit JSON arbeitest, brauchst du wahrscheinlich Postman oder ähnliches. Sharpdev.tools ist für die gelegentlichen Use-Cases optimiert, wo du keine 12-MB-Native-App installieren willst nur um einmal eine UUID zu generieren.
  • Es wird nicht aktiv weiterentwickelt im Sinne von "5 neue Tools pro Monat". Die 100 sind genug. Wenn du was vermisst, gibt's das Tool-Request-Formular, wenn ich's selber brauch, baue ich's. Wenn nicht, dann nicht.
  • Es ist kein ContentWerk-Bestandteil. Mein Skool-Community-Focus ist Content-Production für Selbstständige. Sharpdev.tools ist ein separates Side-Project unter dem videowien GitHub-Handle. Beide existieren parallel.

Wie du's nutzen kannst (heute, sofort)

Bookmark dir sharpdev.tools. Nutze es für die fünf Tools die du am meisten brauchst. Wenn was nicht funktioniert, nutz das Bug-Report-Formular auf jeder Tool-Seite, das geht direkt an mich, ich seh's, ich fixe es.

Falls dir das Modell gefällt, Tools die einfach funktionieren, ohne Werbung, ohne Pop-up-Hölle, ohne Login-Wall, sag's weiter. Side-Projekte überleben durch Mund-zu-Mund.

Wenn dir der System-Building-Approach gefällt, dann ist meine Skool-Community vielleicht was für dich. Da geht's nicht um Tools, sondern darum wie du deinen eigenen Content systematisch produzierst, selbst statt Agentur, mit iPhone, KI und einem System. Schau gern rein: skool.com/contentwerk-8240.

Aber sharpdev.tools? Bleibt gratis. Forever.

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